Schlechte Nachrichten für Diabetiker. Konkret geht es um das teure Insulinanaloga. Dabei handelt es sich um künstlich hergestelltes Insulin, welches eine vertauschte Abfolge von Aminosäuren meist nur geringfügig gegenüber herkömmlichen verändert wird. Diese kleine Änderung bringt jedoch wesentliche Vorteile mit sich. So ist es bei Verwendung dieses Insulinanaloga beispielsweise möglich praktisch zeitgleich das Essen einzunehmen und auch als Grundlage für eine Insulintherapie kommt es oftmals zum Einsatz.
Allerdings ist das Insulinanaloga, wie eingangs schon erwähnt, auch wesentlich teurer als herkömmliches Insulin. Und so kam es bereits vor eineinhalb Jahren dazu, dass die gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr die Finanzierung für das Insulinanaloga übernommen haben. Jedoch galt diese Entscheidung zunächst erstmal nur Patienten, die das Medikament wegen ihres Alters-Diabetes Typ II benötigten. Menschen mit Diabetes Typ I (darunter in Deutschland auch 25.000 Personen unter 20 Jahren - und jährlich kommen etwa 2.000 Kinder und Jugendliche hinzu) blieben hingegen zunächst verschont.
Doch damit soll es nach dem Willen der Krankenkassen nun auch vorbei sein. Trotz heftigen Protesten diskutiert man weiterhin, ob die Insulinanaloga auch weiterhin von den Kassen bezahlt werden. Dabei wurden die Kosten der Medikamente erst vor wenigen Jahren - seitens der Hersteller - gesenkt, sodass diese von den Ärzten wieder verschrieben werden konnten. Im Interesse der Betroffen bleibt nun zu hoffen, dass sich das Gremium der Krankenkassen für eine weitere Bezahlung der Insulinanaloga ausspricht.
Eingetragen: 22.02.2008
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